Tag der offenen Solaranlage – Solarspaziergang am 3. Oktober

Am 3. Oktober hieß es vielerorts: Türen auf und neugierig sein! Passend zum Tag der offenen Tür haben auch wir unseren Solarspaziergang unter ein besonderes Motto gestellt: Tag der offenen Solaranlage. Treffpunkt war das Rathaus Trudering, von wo aus wir uns nach einer kurzen Einführung auf den Weg zu zwei ganz unterschiedlichen Solaranlagen machten.

Offene Gartentür und Solarstrom vom Gartenhäuschen

Nach rund zehn Minuten Fußweg erreichten wir die erste Station. Dort erwartete uns zwar keine klassische Führung durch das Haus, dafür aber ein offenes Gartentürchen – und ein Betreiber, der sichtlich Freude an seiner Solaranlage hat.

Vom Gartenhäuschen aus lieferte ein Steckersolargerät Solarstrom, während auf dem Wohnhaus eine größere Aufdachanlage zu sehen war: Module auf der Südwest- und auf der Nordostseite des Daches, ergänzt durch einen Batteriespeicher und eine Luft-Wärmepumpe. Die Anlage war erst im Sommer 2024 in Betrieb gegangen.

Der Betreiber berichtete begeistert von seinen Erfahrungen und beantwortete die zahlreichen Fragen der Teilnehmenden. Schnell entwickelte sich daraus eine lebhafte Diskussion über Ausrichtung, Ertrag, Speicher und die Möglichkeiten, möglichst viel des eigenen Solarstroms selbst zu nutzen.

Tag der offenen Solaranlage: Die Teilnehmenden verfolgen die Erläuterungen des Betreibers. Hinter dem offenen Gartentürchen sind das Gartenhäuschen mit Steckersolargerät und das mit PV-Modulen belegte Wohnhaus zu sehen.
Tag der offenen Solaranlage: Die Teilnehmenden verfolgen die Erläuterungen des Betreibers. Hinter dem offenen Gartentürchen sind das Gartenhäuschen mit Steckersolargerät und das mit PV-Modulen belegte Wohnhaus zu sehen.

Vier Module, viel Handwerkskunst

Auch die zweite Station machte ihrem Namen alle Ehre: Wieder stand ein Gartentürchen offen und lud die Gruppe in den Garten ein. Dort gab es vier Solarmodule zu entdecken – jeweils zwei nach Osten und zwei nach Süden ausgerichtet.

Besonders spannend war die Konstruktion am Balkon. Die vorhandene Balkonbrüstung machte die Montage zu einer handwerklichen Herausforderung. Eine Kombination aus fertigen Bausätzen und einer individuell angepassten Konstruktion führte schließlich zu einer passenden Lösung.

Natürlich blieb auch hier genug Stoff für Fragen: Welcher Neigungswinkel ist sinnvoll? Wie lässt sich eine solche Anlage unter den jeweiligen baulichen Bedingungen optimal ausrichten? Und ab welcher Anlagengröße kann ein Batteriespeicher in Verbindung mit einem Steckersolargerät interessant werden?

Ein offener Nachmittag mit vielen Antworten

Nach einer weiteren Fragerunde ging es auch um andere Möglichkeiten, Nachhaltigkeit im eigenen Viertel voranzubringen. Dazu gab es Empfehlungen und Hinweise auf weitere Aktionen.

So wurde der 3. Oktober zu einem gelungenen Tag der offenen Türen – und der offenen Solaranlagen. Zwei Gartentürchen, zwei ganz unterschiedliche Photovoltaik-Lösungen und jede Menge Gelegenheit zum Austausch machten den Solarspaziergang zu einem abwechslungsreichen Nachmittag.

Und das Wichtigste: Alle Fragen waren – zumindest für jetzt – beantwortet. Keine Frage blieb unbeantwortet.