Filmcafé zieht um – ab Mai im Kulturzentrum Trudering!

Am Montag, den 9. Mai, findet das Filmcafé von “Trudering im Wandel” erstmals im kleinen Saal des Kulturzentrums Trudering statt (19.30 Uhr). Wir zeigen den Film “More Than Honey” des Schweizer Filmemachers Markus Imhoof. mth - TextSelbst aus einer Imkerfamilie stammend zeigt er die aktuellen Gefährdungen der weltweiten Bienenbestände auf, von denen wir existenziell mit unserer Nahrung abhängen, auch wenn uns das beim Kauf im Supermarkt nicht immer bewusst ist.

Dass dies nicht nur Amerika mit seinen immensen Monokulturen betrifft oder auch China, wo Blüten schon per Hand bestäubt werden, wird deutlich an den Aussagen eines Truderinger Imkers. Elektrosmog, Pestizide und schwindende Blütenvielfalt sind Probleme für Bienen hier bei uns vor Ort.  Wir wollen auch dies nach der Filmvorführung diskutieren (Anmerkung zum Einstein-Zitat: sicher ist es wohl nicht, ob er das wirklich so gesagt hat!).

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Aus dem “Filmcafé” wird jetzt wohl eher ein “Filmtreff”. Während die ersten vier Termine seit September zur plakativen Zeit sonntags um 5 vor 12 im Stadtteilladen stattfanden, wird es jetzt der Montag-Abendtermin im Kulturzentrum, wo ein Kaffee nicht mehr angebracht erscheint, leider aber auch nicht erlaubt ist aufgrund der dortigen Verträge mit dem Pächter. Aber es soll ja weniger die Verköstigung, sondern viel mehr die inhaltliche Diskussion im Vordergrund stehen.

Und die war ausführlich bei der letzten Vorführung (“Taste The Waste“) vor wenigen Tagen. Begeisterte Seniorinnen berichteten davon, nie Lebensmittel wegzuwerfen und alles zu verwerten, gleichzeitig aber entsetzt zu sein von den bürokratischen Regelungen, die es krummen Gurken und fleckigen Äpfeln erschweren, auf den Markt zu kommen. Stattdessen bleibt offenbar oft die halbe Kartoffelernte auf dem Feld liegen, da zu klein, zu dick oder schrumpelig.

Dich-Rett-ich559c882d98004_1920x1920 (2)Aber bei der Suche nach Lösungen vor Ort kann man fündig werden: auf dem Gut Riem können im Herbst immer Kartoffeln direkt vom Feld geklaubt werden, die Münchner Initiative “Etepetete” bietet eine “Gemüseretterbox” an, und auf dem Freitagsmarkt kann immer direkt von Erzeugern eingekauft werden.

Immerhin, 20 Besucher waren da. Im Januar, bei “Weniger ist mehr”, waren es wohl dank schlechtem Wetter über 40, weshalb die Stühle im Stadtteilladen schon knapp geworden waren und wir den Umzug ins Auge fassten. Klein hatte das Filmcafé zunächst begonnen, mit rund 10 Besuchern bei “Speed – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit” im September und ähnlich bei “Die 4. Revolution” zur Energieautonomie im November. Jetzt aber freuen wir uns auf spannende Abende und Diskussionen im Kulturzentrum. Ein Teilnehmer meinte neulich, wir hätten mit unserem Angebot wohl den Nerv der Zeit getroffen. Schauen wir mal, ob Trudering nachhaltiger werden kann!

Andreas